8 months ago
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Pete Ramey erwähnt, dass er in einem Gebiet viele Pferde hatte, deren Hufe einfach nicht besser wurden. Er liess das Heu untersuchen, und stellte fest, dass die Pferde v.a. mit Kupfer und Zink massiv unterversorgt waren. Als er das ergänzen liess, verbesserten sich die Pferdehufe innert kürzester Zeit.

Da ich erst kürzlich eine Heulieferung bekommen habe, nahm ich das zum Anlass, auch meine Fütterung zu überprüfen. Schliesslich sind meine Pferde schon so lange barhuf, und immer noch keine Gravel Cruncher, keine Steinbeisser... Tatsächlich habe ich einen deutlichen Eisenüberschuss im Heu. Zu viel Eisen behindert die Verwertung von u.a. Kupfer und Zink, so dass diese beiden Spurenelemente in diesem Fall  in höherer Dosis zugeführt werden müssen.

Mit normalen Mineralstoffmischungen habe ich keine Chance, diese Situation zu verbessern; auch nicht mit den üblichen Mischungen für Hufe.

Dr. Kellon hat sich im Zusammenhang mit Hufrehe auf die Fütterung bei Hufproblemen spezialisiert. Sie erwähnt auch, dass ein relativer Eisenüberschuss u.a. zu brüchigen Hufen und therapieresistenten Strahlproblemen führen kann.
Ihre Empfehlung: das Verhältnis Eisen : Kupfer . Zink : Mangan (Fe : Cu : Zn : Mn) soll 4 : 1 : 3 : 4 bis 10 : 1 : 3 : 3 sein.

Bei meinem Heu ist das Verhältnis 72 : 1 : 6 : 23  - höchste Zeit, etwas zu ändern! Aber was???

Der Heustock ist voll mit ansonsten schönem Heu; herauswaschen kann ich das Eisen nicht - also muss ich Cu und Zn dazugeben, um das Verhältnis zu verbessern. Es hat mich ein paar Stunden Google-Studium gekostet, bis ich ein Produkt gefunden habe, das mir dafür geeignet scheint. Damit bekomme ich mit der doppelten empfohlenen Tagesdosis das Verhältnis auf 16 : 1 : 6.5 : 5.3 herunter. Ist auch noch nicht optimal, aber doch meilenweit entfernt von dem ersten Verhältnis... So wird zwar eine Menge davon im Mist landen, aber wenigstens bleibt es im richtigen Verhältnis im Pferd!

Ich habe leider noch keine Karte gefunden, die den Eisengehalt der Böden in der Schweiz zeigt, Aber Eisenerz-Vorkommen sind v.a. im Jura, und etwas weniger noch in den Alpen. Falls Sie Hufprobleme haben, Jura-nah geerntetes Heu füttern, lehmige Weiden haben,  und die Mähnenhaar-Spitzen Ihres braunen Pferdes braun statt schwarz sind, denken Sie doch auch einmal an eine Heuanalyse...(und auch an das Weidegras)!

Karte der Metallrohstoffe:
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